Kollektion
Jeder Wein beginnt als Gedanke. Manchmal im Weingarten, manchmal bei einem Spaziergang durch die Reben, manchmal erst beim ersten Glas eines vergangenen Jahrgangs.
Mit der Zeit entstehen daraus Entscheidungen, Erfahrungen und Erinnerungen. Dinge, die man später nicht direkt schmecken kann und die dennoch Teil jedes Weines werden.
Vielleicht erzählen unsere Weine deshalb nicht nur von einem Jahrgang oder einer Rebsorte. Sondern auch von den Menschen, den Orten und der Zeit, die sie geprägt haben.
Am Anfang war der Regen. Dann kam Anfang April schon der Austrieb. Früh dran, aber brav geblieben. Das Wasser hingegen dürfte sein Jahrespensum bereits für erledigt gehalten haben. Denn danach wurde es trocken. Und blieb es auch. Weniger Trauben, eine Junganlage im Stress und Nerven, die gelegentlich dünner waren als die Hoffnung auf den nächsten Regenschauer. Nach dem freundlichen Einstand im Vorjahr zeigte uns 2026, dass der Weingarten durchaus seinen eigenen Kopf hat. Der Keller übrigens auch. Ein paar graue Haare waren jedenfalls im Jahrgang inbegriffen. Und trotzdem: Beim Verkosten wich das Stirnrunzeln langsam einem Grinsen. Die Weine begannen zu erzählen, was hinter ihnen lag. Von Trockenheit, Geduld und einem Jahr, das uns einiges abverlangt hat. Anstrengend war’s. Aber offenbar hatten wir uns am Ende doch etwas Gutes zu sagen.
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